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Stimmen des Schwarzwalds

Messestand des Kunstvereins Global Forest auf der Art Cologne 2025

Installation | Klang, Graphit, Holz

Preview: Do, 06. Nov. 2025, 12 – 16 Uhr
Vernissage: Do, 06. Nov. 2025, 16 – 20 Uhr
Private View: Sa, 08. Nov. 2025, 10 – 11 Uhr
Publikumstage: Fr, 07. & Sa, 08. Nov. 2025, 11 – 19 Uhr | So, 09. Nov. 2025, 11 – 18 Uhr
Wo: Messe Köln, Halle 11.1, Stand D20


Der Kunstverein Global Forest präsentiert auf der ART COLOGNE 2025 die Soundinstallation „Stimmen des Schwarzwalds“ – eine poetische Hommage an das Zuhören und zugleich ein Statement zur aktuellen Lage der Kunst.

Die raumgreifende Installation verwandelt den Schwarzwald in eine vielstimmige Klanglandschaft: Drei skulpturale Holzelemente – minimalistische „Bäume“ mit integrierten Lautsprechern – lassen auf Knopfdruck Stimmen, Klänge und Geschichten aus der Region erklingen.

Stimmen des Schwarzwalds“ vereint Arbeiten, die aus den Residenzen und Projekten des Kunstvereins hervorgegangen sind. Zu hören und sehen sind Werke von Klara HobzaSophie Innmann, Tintin Patrone, katze und krieg, Marold Langer-Philippsen, sowie Anja Lautermann & Achim Zepezauer.

Die Installation versteht sich als Manifest des Zuhörens: Der Schwarzwald wird zur Metapher einer Gesellschaft, die nur dann lebendig bleibt, wenn sie auf ihre vielen Stimmen hört – laut, leise, fragend, widersprüchlich. 
Sie verwandelt Stimmen, Klänge und Geschichten der Region in ein polyphones akustisches Landschaftsbild – ein sprechender, summender, fragender und widersprechender Schwarzwald.

In einer Zeit, in der Kunst und Kultur zunehmend unter Druck geraten, verschafft sich die Installation Gehör – gegen das Verstummen.

Das Ohr spielt dabei eine zentrale Rolle: Klara Hobzas Graphitzeichnung „Ohr des Amtsleiters“ dient als sinnbildliches Herzstück des Zuhörens – als künstlerische wie gesellschaftliche Praxis. Das Ohr steht für die Fähigkeit, wahrzunehmen, Stimmen zu sammeln, zuzuhören – und sie weiterzugeben.


Messekonzept: Irene Pérez Hernández
Messebau und Elektronik: Olsen


Beteiligte Künstler:innen und Werke

· St.Geohrgen (Ohr des Amtsleiters) – Klara Hobza, 2021
Porträts jener in und um St. Georgen, „die viel zuhören“ – vom Bürgermeister bis zur Chorleiterin. Entstanden während Hobzas Residenz im Lockdown 2021.

· Exkursionen ins Universum der Radio- und Schallwellen – Anja Lautermann & Achim Zepezauer, 2024
Aufnahmen aus einem Kinder-Radioworkshop mit Gesprächen, Konzerten und Klangexperimenten. Entstanden im Rahmen von KIDS & KUNST #4.

· Rhapsody (Black Forest Edition) – Sophie Innmann, 2022–2023
Eine Komposition aus von St. Georgener:innen gepfiffenen Melodien, die Heimat als polyphone, inklusive Klanglandschaft neu denkt. Entstanden im Rahmen des VOGELKLANG-SOUNDCAMP Festivals und der damit einhergehenden Künstler:innenresidenz.

· Heidenei – Tintin Patrone, 2025
Eine Soundkomposition, die Chöre und Heavy-Metal-Stimmen aus dem Schwarzwald, dem Bodenseeraum und der Schweiz vereint. Entstanden im Rahmen einer Residenz im RESONANZLAB-Kooperationsprojekt entwickelt.

· Die Welterklärung von St. Georgen – katze und krieg, 2021
Eine akustische Collage aus Gesprächen und Antworten auf die Frage „Warum?“ – ein humorvolles, berührendes Porträt des Alltagslebens in St. Georgen. Entstanden im Rahmen des Ausstellungsformats SCHAU-& HÖRFENSTER.

· Latschenradio – Marold Langer-Philippsen, 2025
Klangfragmente einer neuntägigen Live-Radio-Performance während der regionalen Fasnacht, mit Stimmen und Geräuschlandschaften aus Winterthur, dem Bodensee und darüber hinaus. Das Werk wurde im Rahmen einer Residenz im RESONANZLAB-Kooperationsprojekt entwickelt.


Fotos: Irene Pérez Hernández, Olsen & Vanessa Charlemagne