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Rupert Enticknap
erhält Karl-Sczuka-Preis 2026


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Rupert Enticknap ist auf den Donaueschinger Musiktagen mit dem Karl-Sczuka-Preis 2026 für das bisher unveröffentlichte Hörstück "Die fünfte Jahreszeit " ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert.
Wir gratulieren!

Seit 1972 wird der Preis bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen und ist seitdem zur international wichtigsten Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst geworden.

Die fünfte Jahreszeit“ ist eine klangliche Erkundung des alemannischen Fastnachtsfestes, der „Fasnet“. Das Ausgangsmaterial besteht aus Feldaufnahmen, stimmlichen Gesten und Experimenten mit Kuckucksuhr-Pfeifen, die im Februar 2026 während einer Residenz bei Global Forest e.V. entstanden sind. Diese Aufnahmen dokumentieren u.a. die zahlreichen Fasnet-Umzüge in Triberg, Villingen, Hornberg, Rottweil und St. Georgen im Schwarzwald. 

Ein herzlicher Dank geht an die Firma Kienzler Holzwaren GmbH in Schonach und die Mitarbeiter:innen, die sich die Zeit nahmen, Rupert Enticknap ausführlich in die Feinheiten und technischen Details der original Schwarzwälder Kuckuckspfeifen einzuführen.

Zum Abschluß seines Aufenthalts in St. Georgen gab Rupert Enticknap ein Konzert in Global Forest mit Improvisationen auf z.T. selbst gebauten Kuckuckspfeifen.


Begründung der Jury zur Preisvergabe an Rupert Enticknap

Der Karl-Sczuka-Preis 2026 geht an das Hörstück „Die fünfte Jahreszeit“ von Rupert Enticknap. Der britische Klangkünstler unternimmt eine akustische Erkundungsreise zur Alemannischen Fastnacht. Fieldrecordings, vokale Gesten und Klangexperimente mit Kuckucksuhren-Pfeifen werden in einem einzigen, ungeschnittenen Durchgang auf CDJ Decks live improvisiert und aufgenommen. Der experimentelle Echtzeit-Charakter der Produktion vermittelt eine subjektive Wahrnehmung kulturellen Brauchtums aus einer Beobachterperspektive zwischen Distanz und Nähe. In der Spannung zwischen Zeugenschaft und Teilnahme am Ritual reflektiert das Werk spielerisch die eigene künstlerische Praxis als interkulturelle ästhetische Erfahrung.

Zum Nachhören und lesen:

SWR Beitrag mit der Begründung der Jury im Gespräch mit Olaf Nicolai (Künstler und Vorsitzender der Jury) > hier klicken!


Die Residenz wurde ermöglicht durch die Förderung des Musikfonds.



Rupert Enticknap
gets Karl-Sczuka-Preis 2026


Rupert Enticknap has been awarded the 2026 Karl-Sczuka-Prize at the Donaueschingen Music Festival for his as yet unpublished radio play „Die fünfte Jahreszeit“. The prize is worth 12,500 euros.

Congratulations!

The prize has been awarded at the Donaueschingen Music Festival since 1972 and has since become the most important international award for cutting-edge works of radio art.

“The Fifth Season” is a sonic exploration of the Alemannic carnival festival, the “Fasnet”. The source material consists of field recordings, vocal gestures and experiments with cuckoo clock whistles, created in February 2026 during a residency at Global Forest e.V. These recordings document, amongst other things, the numerous Fasnet parades in Triberg, Villingen, Hornberg, Rottweil and St. Georgen in the Black Forest.

Our heartfelt thanks go to Kienzler Holzwaren GmbH in Schonach and its staff, who took the time to give Rupert Enticknap karl sczkaa detailed introduction to the intricacies and technical details of original Black Forest cuckoo whistles.

To mark the end of his stay in St. Georgen, Rupert Enticknap gave a concert at Global Forest, featuring improvisations on cuckoo pipes, some of which he had made himself

The jury’s statement on the award to Rupert Enticknap

The 2026 Karl-Sczuka-Prize goes to the radio play ‘Die fünfte Jahreszeit’ by Rupert Enticknap. The British sound artist embarks on an acoustic journey of discovery into Alemannic Carnival. Field recordings, vocal gestures and sound experiments with cuckoo clock whistles are improvised and recorded live in a single, uncut take on CDJ decks. The experimental, real-time nature of the production conveys a subjective perception of cultural customs from an observer’s perspective, oscillating between distance and proximity. In the tension between witnessing and participating in the ritual, the work playfully reflects on its own artistic practice as an intercultural aesthetic experience.

SWR Feature in English:
https://www.swr.de/swrkultur/hoerspiel/karl-sczuka-preis/rupert-enticknap-die-fuenfte-jahreszeit-karl-sczuka-prize-2026-eng-100.html



The residency was made possible by funding from the Musikfonds.